Anrechnung von Balkonen / Terrassen als Grundfläche bei der Wohnflächenberechnung

Ein Balkon / Altan und / oder eine Terrasse / Loggia zählen bei der Berechnung der Grundfläche grundsätzlich nicht in voller Höhe mit.

Maßgebend ist die II. Berechnungsverordnung mit dem Stichtag 31.12.2003.


Balkone

Für die bis zum Stichtag abgeschlossenen Mietverträge (Altverträge) kann die Fläche von Balkonen bis zur Hälfte angerechnet werden.

Seit dem 01.01.2004 gilt die neue Wohnflächenverordnung. Diese sieht vor, dass Balkone „in der Regel“ zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte angerechnet werden können.
Eine Anrechnung von mehr als 25 % ist nur bei besonderen Umständen möglich. Zulässig wär dies bei einer besonders guten Lage oder einer aufwändigen Gestaltung des Balkons, welche den Wohnwert erhöht. Bei nur eingeschränkt nutzbaren Balkonen (z. B. im Hochparterre an einer stark befahrenen Straße) ist sogar eine Anrechnung von weniger als einem Viertel möglich.

Terrassen

Für Altverträge gilt ebenfalls die II. Berechnungsverordnung. Dort werden Terrassen nicht erwähnt, eine Anrechnung war grundsätzlich nicht vorgesehen.

Mit der neuen Wohnflächenverordnung vom 01.01.2004 gilt auch für Terrassen, dass diese „in der Regel“ zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte angerechnet werden können. Eine Abweichung von dem Regelfall der Anrechnung setzt abermals das Gegebensein besonderer Umstände voraus.

Stand:
12/13